Fein-Schmecker werden

Die Rückgewöhung an natürliches Essen kann eine Reise zu unzähligen Geschmäckern und Düften werden.

Natürlich kochen: Koch mit frischem GemüseEin Apfel, mediterrane Kräuter, gegrillter Fisch oder Industrie-Zucker, Fett, Geschmacksverstärker?

Was wir als lecker empfinden, hängt von kultureller Gewöhnung, natürlichen Vorlieben, Assoziationen und Erinnerungen ab. Und man kann es selbst beeinflussen.

In Deutschland, so Ernährungswissenschaftler, sind viele Menschen zu sehr an Salz, Zucker und Fett gewöhnt. Salz und Zucker können andere Aromen überdecken. Zusätzlich sind viele handelsüblichen Lebensmittel mit künstlichen Geschmacksstoffen überaromatisiert. Auf die eigentlichen Zutaten kommt es dann oft nicht mehr so an. Schade, denn die Natur hält eine Unzahl mehr Geschmäcker und Gerüche bereit. Es lohnt sich, hier ein wenig auf die Suche zu gehen.

Über die Zunge können wir fünf Grundgeschmäcker unterscheiden: süß, sauer, salzig, bitter und herzhaft (auch umami genannt). Die Nase ist noch weitaus sensibler: Etwa 350 unterschiedliche Rezeptoren sprechen hier auf verschiedene Geruchsmoleküle an; durch Kombinationen kann ein Mensch mehrere Tausend Gerüche wahrnehmen und erinnern. Bereits beim Essen treten die Geschmackseindrücke im Gehirn mit anderen Informationen in Wechselwirkung: Gewisse Geschmäcker rufen Erinnerungen oder Emotionen hervor. Anders herum schmeckt der Wein am Strand in Italien oft besser als bei Nieselregen zu hause. Ob Gemüse, Fleisch, Käse, Obst oder Wein: Hochwertige Lebensmittel können so zu einer Reise zu Tausenden von Sinneseindrücken werden.

Ein paar einfache Möglichkeiten, Salz, Fett und Zucker zu sparen:

  • Frische, hochwertige Zutaten zum Kochen verwenden – sie haben einen intensiven natürlichen Eigengeschmack
  • Statt stark gezuckerten Fruchtjoghurt Naturjoghurt kaufen und frische Früchte untermischen.
  • Salz durch Gewürze und frische Kräuter ersetzen - sie machen das Essen auch bekömmlicher
  • Kartoffeln kochen statt frittieren
  • Gemüse in Wasser oder Brühe dünsten
  • Bewegung und frische Luft steigern die Geschmackswahrnehmung

Quelle: HAZ

 

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Ernährung, Lebensmittel / 18.1.2009 /