Fairtrade

Kennzeichnung von Produkten, die zu fairen Bedingungen gehandelt wurden.

Aussage
Direkter Handel mit den Produzentengruppen unter Ausschluss von Zwischenhändlern
Zahlung von Mindestpreisen, die über dem Weltmarktniveau liegen
Zahlung von Prämien an die Erzeuger-Betriebe für die Bildungs- und Gesundheits-Infrastruktur
Vorfinanzierung
Langfristige Lieferbeziehungen
Förderung, Existenzsicherung und gerechte Erlöse für Kleinbauern und Arbeiter in den Erzeugerländern
Verbot von Kinderarbeit
Einhaltung der international geltenden Arbeitsschutzregeln
Zusatzinformationen
Das Fairtrade-Siegel fördert gesicherte Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie Bildungs- und Gesundheitsstrukturen in den Erzeuger-Ländern der zertifizierten Produkte. Dies geschieht über ein ausgewogenes Preissystem und eine zusätzliche Prämie für soziale Projekte, die an die Erzeuger-Betriebe ausgezahlt wird. Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet zahlreiche Produkte - Schwerpunkt sind Lebensmittel wie Kaffee, es gibt aber zum Beispiel auch Fairtrade-Blumen und -Textilien. Obwohl das Fairtrade-Siegel per se nichts mit ökologischem Handeln zu tun hat, sind 2/3 aller Fairtrade-Produkte auch EU-Bio-Siegel-zertifiziert. Mit Hilfe des "FairTrade-Codes" auf der Verpackung kann auf der Transfair-Website die genaue Herkunft der Waren ermittelt werden. Die Zertifizierung von Fairtrade-Produkten wird durch die unabhängige Fairtrade Labelling Organization (FLO) durchgeführt. Sie wiederum ist DIN ISO 65-zertifiziert. So werden weltweit einheitliche Zertifizierungsstandards sichergestellt.
Verbreitung
In Deutschland werden ca. 750 Fairtrade-Produkte angeboten - vor allem Kaffee, Tee, Kakao, Südfrüchte und Fruchtsaft.
Herausgeber
TransFair e. V. für den fairen Handel
Vergabekriterien
http://www.transfair.org/ueber-transfair/so-funktionierts/kriterienmindestpreis.html
Webseite
http://www.transfair.org