Stromerzeugung in Deutschland 2009

Stromverbrauch in Deutschland sinkt. Kohle und Kernkraft weiterhin größte Stromquellen. Öko-Strom-Anteil steigt nur langsam.

 

 

 

Stromverbrauch in Deutschland sinkt

Nach der Hochrechnung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sank der Stromverbrauch 2009 in Deutschland um ca. 6,5% auf 596 Mrd. Kilowattstunden.

Der Rückgang wird im Wesentlichen auf die geschrumpfte Industrieproduktion zurück geführt.

 

Die Stromerzeugung in Deutschland

Nach wie vor stammen 2/3 des Stroms in Deutschland aus Kohle- und Kernkraftwerken.

Knapp 16% des Stroms (93 Mrd. Kilowattstunden) wurden 2009 regenerativ erzeugt - 6% aus Windkraft, 4% aus Biomasse, 3% aus Wasserkraft, 1% aus Solarenergie und der Rest aus dem regenerativen Anteil der Müllverbrennung. 

Gegenüber 2008 ist das nur unwesentlich mehr: Im Vorjahr wurden 92,7 Mrd. Kilowattstunden Öko-Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Kleine Zuwächse sind bei Biomasse und Photovoltaik zu verzeichnen.

 

Ziel für 2020: 30% Öko-Strom

Die Bundesregierung hat das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energieträger an der Stromversorgung bis 2020 auf 30% anzuheben, was etwa eine Verdopplung der derzeitigen Kapazitäten bedeuten würde. Hierzu wäre jedoch in den kommenden Jahren ein schnellerer Ausbau regenerativer Stromquellen erforderlich.

Der BDEW weist darauf hin, dass selbst wenn dieses Ziel erreicht wird, Kohle und Atomkraft auch in 10 Jahren die größten Primärenergieträger zur Stromerzeugung sein werden.

Wer sich dennoch umweltfreundlich verhalten will, hat im Wesentlichen 2 Möglichkeiten: Den Strom von einem wirklichen Ökostromanbieter beziehen oder möglichst wenig Strom verbrauchen.

Quelle: BDEW