Greenpeace-Einkaufsratgeber „Essen ohne

Verbraucher wollen Lebensmittel ohne Gentechnik

Umfragen zufolge lehnt die Mehrzahl der Verbraucher hierzulande gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Aber wie soll man sie überhaupt erkennen? Denn bislang gibt es keine gesetzliche Verpflichtung zur Kennzeichnung, ob Gentechnik in der Produktionskette verwendet wurde oder nicht.

Hier hilft der Gentechnik-Einkaufratgeber von Greenpeace: Er listet auf, welche Unternehmen bei der Herstellung tierischer Lebensmittel wie Milch, Eiern und Fleisch Gentechnik vermeiden. Seit seiner Einführung im Jahr 2004 wurden bereits 2,7 Millionen Exemplare ausgegeben.

Neues Siegel "ohne Gentechnik"

Neu an der aktuellen Auflage ist unter anderem, dass erstmals Produkte aufgeführt sind, welche die freiwillige Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ tragen. So bietet der Lebensmittelhändler Tegut unter seiner Eigenmarke neben Milchprodukten, Eiern und Schweinefleisch nun auch Tiefkühlgeflügel mit dieser Kennzeichnung an. Die Firma Hipp setzt als erster Lebensmittelhersteller gentechnikfrei erzeugtes Milchpulver nicht nur in Bio-Lebensmitteln ein, sondern auch in herkömmlichen Produkten.

A propos Bio-Lebensmittel: Einige Gütesiegel garantieren den absoluten Verzicht auf Gentechnik bei der gesamten Lebensmittelherstellung. Auch bei der Herstellung von Lebensmitteln mit EU-Biosiegel muss bis auf wenige Ausnahmen auf Gentechnik verzichtet werden.

Der praktische Ratgeber liegt nun zum download bereit oder kann kostenlos unter Tel. 040-30618-120 bestellt werden.

Hintergrund:

Deutschland importiert vor allem aus Südamerika Millionen Tonnen Gen-Soja als Futterpflanze für Kühe, Hühner, Rinder und Schweine. Milch, Eier und Fleisch müssen aber nicht entsprechend gekennzeichnet werden.

Aber auch hier gilt: Was nicht gekauft wird, wird auch nicht produziert. So zeigt die ablehnende Haltung der Verbraucher in der Lebensmittelindustrie zunehmend Wirkung: Immer mehr Lebensmittelhersteller vermeiden Gentechnik in der Produktion. Der Großteil der Geflügelfleisch-Industrie setzt inzwischen auf eine Gentechnik-freie Fütterung; immer mehr Milch wird ohne Gen-Pflanzen in der Tierfütterung hergestellt.

Quelle: Greenpeace