Tipp Kamin oder Kaminofen sicher anheizen

Der Herbst ist da, draußen wird es langsam ungemütlich. Drinnen kann jetzt ein Kaminofen die Heizperiode noch einige Zeit hinaus schieben. Der TÜV gibt Tipps für sicheren Betrieb und lange Haltbarkeit von Kaminen und Kaminöfen ...

Kamin-anheizen

Kaminöfen liegen im Trend

Laut Umweltbundesamt gibt es in Deutschland inzwischen über 14 Mio. „Einzelraum-Feuerungsanlagen“. Sie schaffen gemütliche Stimmung und unterstützen die Heizung.

Leider führt unsachgemäße Behandlung von Kaminen und Kaminöfen auch jedes Jahr zu Wohnungsbränden, so der TÜV Süd. Deshalb haben die Experten einige Tipps zusammengestellt, um sauber und sicher mit dem Kaminofen zu heizen.

Tipps für den sicheren Betrieb von Kaminen und Kaminöfen

  • Nicht dämmen: Das Abgasrohr des Ofens darf auf keinen Fall verkleidet werden - auch nicht bei nachträglichen Umbaumaßnahmen. Dies sei immer wieder Ursache von Bränden, so die Fachleute vom TÜV. Das Abgasrohr muss von allen Seiten belüftet sein und der vorgegebene Abstand von Ofen und Abgasrohr zu brennbaren Baustoffen muss eingehalten werden. Deshalb ebenfalls tabu: das Anbringen von Holzregalen und anderen Einrichtungsgegenständen rund um den Ofen.
  • Nicht überfüllen: Die Brennkammer sollte nicht bis zum Anschlag mit Heizmaterial befüllt werden. Das kann zu gefährlicher Überhitzung des Ofens führen. Deshalb die Mengenangaben des Herstellers beachten.
  • Nicht wässern: Beim Holz darauf achten, dass es genügend ausgetrocknet ist. Denn die Verfeuerung von feuchtem Holz oder ungeeigneten Brennstoffe vermindert die Heizleistung und forciert Verschmutzung und Verschleiß der Feuerungsanlage. Immer auf sauberes Heizmaterial achten - auch wenn der Kaminofen schon ein paar Jahre alt ist. Nur die Brennstoffe benutzen, die laut Bedienungsanleitung erlaubt sind.
  • Nicht absaugen: Vorsicht bei der Installation von Dunstabzügen oder anderen Einrichtungen zum Absaugen von Luft. Wenn Abgas aus der Feuerstätte in den Wohnraum gesaugt wird, kann dies zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen führen. Daher ist vorher ein Gespräch mit dem Schornsteinfeger an zu raten.
  • Nicht absperren: Ist der Ofen mit einem Wasserwärmetauscher kombiniert, muss dieser stets mit ausreichend Wasser versorgt sein. Außerdem müssen die Sicherheitseinrichtungen funktionieren. So darf etwa die thermische Ablaufsicherung nicht absperrbar sein.
  • Und nicht vergessen: 2-mal im Jahr sollte der Schornsteinfeger im Normallfall einen prüfenden Blick auf und in den Ofen werfen. Für die richtige Funktion und die Werterhaltung sollte regelmäßig überprüft werden, ob die Heizzüge des Ofens sauber sind und ob mit der Asche alles in Ordnung ist.

Quelle: TÜV Süd