Tipp Richtig lüften nach DIN

Für richtiges Lüften von Wohnungen und Büros geben TÜV und Deutsches Institut für Normung (DIN) nützliche Hinweise.

Richtig lüften

Hierbei kommt es darauf an, für ausreichenden Luftaustausch zu sorgen, ohne unnötig Wärme zu verlieren.

Richtiges Lüften wirkt außerdem der Schimmelbildung entgegen. Ein 4-Personen-Haushalt kann durch die Atmung, Duschen, Kochen, Zimmerpflanzen usw. täglich über 15 Liter Wasser an die Raumluft abgeben.

Hinzu kommen Schadstoffe aus Farben, Lacken und Bau- und Kunststoffen und nicht zuletzt Kohlendioxid aus der Atemluft, die regelmäßig hinausgelüftet werden sollten.

 

So lüftet man richtig:

  • Mehrmals am Tag (3- bis 5-mal) kurz lüften.
  • Fenster und Türen ganz aufmachen, nicht auf Kippstellung bringen.
  • Im Winter, wenn es draußen deutlich kälter ist als drinnen, tauscht sich die Luft bei geöffneten Fenstern rasch aus. Dann reichen laut DIN 4-6 Minuten für den Luftaustausch. Lüftet man deutlich länger, kühlen Einrichtung und Innenwände aus; das verursacht zusätzliche Heizkosten. Vor dem Lüften alle Heizkörper ausstellen.
  • In der Übergangszeit werden Lüftungsdauern von 8-15 Minuten empfohlen.
  • Im Sommer, wenn es draußen etwa gleich warm ist wie drinnen, sollte laut DIN bis zu 30 Minuten gelüftet werden.
  • Ist es draußen wärmer als drinnen, wird empfohlen, morgens zu lüften, um nicht zu viel Wärme und Feuchtigkeit in die Wohnung zu leiten.
  • Kellerräume sollten gelüftet werden, wenn es draußen kälter ist als drinnen, um Feuchtigkeit durch Kondensation aus der Luft zu vermeiden.
  • Besonders hohe Luftfeuchtigkeit entsteht beim Kochen, Duschen und Baden. Danach die Küche bzw. das Bad sofort durchlüften; die Feuchtigkeit möglichst nicht in andere Räume entweichen lassen.
  • Gegen Schimmelbildung hilft, die Luftzirkulation an den Innenseiten der Außenwände nicht zu behindern, z.B. indem man Möbel 2-3 cm von Außenwänden abrückt. Außerdem wird geraten, auch das Schlafzimmer tagsüber etwas zu heizen, damit sich dort keine Luftfeuchtigkeit aus anderen Räumen niederschlägt. Denn Schimmel entsteht, wenn sich Feuchtigkeit aus der warmen Umgebungsluft an kühleren Flächen niederschlägt und von dort nicht ungehindert abtrocknen kann.
  • Altbauten mit undichten Fenstern und Türen lüften sich zwar von selbst, verbrauchen dabei aber unnötig viel Heizenergie.

 

Heizen, Wohnen, Energie sparen / 21.1.2010 / #