Tipp Gesunder Silvester-Spaß

Ein paar Tipps, wie die Silvesterparty auch mit Feuerwerk, Wunderkerzen und Zukunftsorakel gesund und umwelt-freundlich gestaltet werden kann ...

Wunderkerzen und Raketen? Müssen sein. Orakeln, was das neue Jahr bringen wird? Gehört zu Silvester dazu.

Das Bundesumweltamt gibt Tipps, wie die Silvesterparty für Sie, Ihre Kinder und die Umwelt ein guter Start in´s neue Jahr wird.

Wohnräume gut lüften

Wenn drinnen Kerzen oder Wunderkerzen abgebrannt werden, rät das Bundesamt, die Räume anschließend gut zu lüften. Denn beim Abbrennen bilden sich Stickoxide, Ruß und Kohlendioxid.

Wunderkerzen von Kleinkindern fernhalten

Wunderkerzen enthalten - neben Eisen und Aluminium - giftiges Bariumnitrat. Kinder sollten daher keine Wunderkerzen oder abgebrochene Teile von ihnen in den Mund nehmen.

Bleifreies Lametta benutzen

Einige Lametta-Hersteller - häufig die von billiger Importware - verarbeiten immer noch Blei in dem beliebten Christbaumschmuck. Vor allem bei Kindern besteht die Gefahr, dass das giftige Schwermetall beim Spielen in den Körper gelangt.

Blei ist nicht abbaubar und reichert sich im Körpergewebe an. Bleiorganische Verbindungen zählen zu den stärksten Umweltgiften. Sie schädigen das Nervensystem, die Blutbildung und die Nieren. Auch bei der Entsorgung ist es problematisch, es muss als Sondermüll behandelt werden.

Am einfachsten nutzt man Alternativen aus Kunststoff oder Aluminium.

Wachsgießen statt Bleigießen

Beim Erhitzen des Bleis entstehen giftig Bleioxide, die über die Atmung in den Körper gelangen. Vor allem für Kinder ist Bleigießen nicht geeignet. Sie sollten das giftige Blei weder berühren noch in den Mund nehmen oder gar verschlucken.

Eine gute Alternative ist Wachs, auch wenn die beim Ausgießen entstehenden Figuren nicht ganz so formenreich sind.

Falls Blei benutzt wird, ist es als Sondermüll zu entsorgen und gehört nicht in den Hausmüll.

Sicheres Feuerwerk

Jahr für Jahr verursachen Feuerwerkskörper Verbrennungen, Ohren- und Augenverletzungen.

So kann man sorgenfrei böllern:

  • Beim Kauf auf den Aufdruck „BAM-PI“ bzw. „BAM-PII“ achten. Die BAM-Gütesiegel tragen Feuerwerkskörper, die von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung - kurz: BAM - auf ihre Sicherheit geprüft wurden. Die Berliner Behörde ist zuständig für die Prüfung und Zulassung pyrotechnischer Gegenstände.
  • Billig-Import-Feuerwerkskörper meiden.
  • Feuerwerkskörper der BAM-Klasse I dürfen während des ganzen Jahres von Personen verwendet werden, die mindestens 12 Jahre alt sind, die der BAM-Klasse II dürfen nur in der Silvesternacht und nur von Personen über 18 Jahren abgebrannt werden.
  • Die Feuerwerkskörper nicht verändern und so gebrauchen, wie in der Anleitung beschrieben.
  • Ausreichend Abstand zu Menschengruppen wahren, vor allem Augen und Ohren schützen.
  • Fenster und Türen schließen um Brände zu vermeiden.

Feinstaub meiden

Durch das Silvesterfeuerwerk steigt die Feinstaubbelastung stark an. In Wohngebieten wurden schon 6.000-fach erhöhte Werte gegenüber dem Normalniveau gemessen. Damit ist in der Silvesternacht vielerorts die Feinstaubbelastung weit höher als in einer verrauchten Kneipe - besonders für Kleinkinder nicht das optimale Umfeld.

Tierfreundlich böllern

Tiere und Vögel können durch Feuerwerk verschreckt oder verletzt werden. Deshalb Feuerwerkskörper nie in Bäume oder Gebüsch werfen.

Quellen: Umweltbundesamt