Tipp Ostereier natürlich färben: Bunt, lecker und gesund

Ostereier färben

Auch mit natürlichen Lebensmitteln lassen sich Ostereier ganz einfach in allen Farben einfärben - am besten natürlich frische Eier aus Freilandhaltung ...

Ostern steht vor der Tür - Zeit zum Ostereier-Färben

Hier einige Tipps, damit die Ostereier nicht nur bunt werden, sondern auch lecker und gesund. Denn hier hauen ja auch Kinder gerne mal kräftig rein.


Eier kaufen

  • Auch zu Ostern gilt: An der so genannten Haltungskennzeichnung ist erkennbar, wie die Eier ausgebrütet wurden. Sie ist auf die Eier aufgedruckt. Die 1. Stelle gibt die Haltungsform an: 0 = Bio-zertifiziert, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung.
  • Frische Eier kaufen, auf das Haltbarkeitsdatum achten. Denn die Ostereier liegen ja vor dem Verzehr häufig noch einige Tage bei Zimmertemperatur im Nest. Mehr zur Haltbarkeit von Eiern ...
  • Wenn man sich der Qualität der Eier sicher sein will, empfiehlt sich der Kauf ungefärbter Eier oder gefärbter Eier mit Bio-Siegel. Denn gefärbte Eier ohne Siegel stammen in der Regel aus Massentierhaltung. Außerdem ist die Qualität der Farben nicht ersichtlich. Bei industriell gefärbten Eiern können Stempelfarben (Kennzeichen "C") verwendet werden. Diese Farben dürfen im Gegensatz zu Lebensmittelfarben nur äußerlich angewendet werden. Beschädigte Eier sollten deshalb nicht gegessen werden und für Kleinkinder, die gerne alles mögliche in den Mund nehmen, sind diese Farben nicht zu empfehlen. Auch bei herkömmlichen Eierfarben auf Basis von Lebensmittelfarben ist Vorsicht geboten. Vor allem die gelben Farbstoffe E102 und E104 sowie die roten Farbstoffe E122, E124 und E127, aber auch E110 und E151 stehen im Verdacht, bei Überempfindlichkeit allergische Reaktionen aus zu lösen.
  • Kleinere Eier sind meist stabiler.
  • Eier bis zum Kochen im Kühlschrank aufbewahren. 

Ostereier färben

  • Auf weißen Eiern erscheinen viele Farben intensiver als auf braunen.
  • Möglichst unbeschädigte Eier färben.
  • Vor dem Färben sollte können die Eier mit Essigwasser gereinigt werden, damit sie die Farbe besser annehmen. Danach bis zum Färben nicht mehr mit fettigen Fingern anfassen.
  • Bei Naturfarben kann man sicher sein, dass sie keine ungesunden Chemikalien enthalten. Gebrauchsfertige Naturfarben gibt es in Bioläden und Apotheken. Alternativ kann man die Naturfarben auch herstellen (siehe unten).
  • Nach dem Färben kann man die Eier mit etwas Fett zum Glänzen bringen.
  • Innerhalb von 10 Tagen sollten die gefärbten Eier gegessen werden. 

Ostereier mit Naturfarben färben

Verwenden lassen sich beispielsweise folgende Naturfarben:

  • Gelb: Zwiebelschalen, Kurkuma
  • Orange: Sandelholz
  • Rot: Rote Beete, rote Rüben
  • Violett: Rotkohl
  • Blau: Getrocknete Holunderbeeren, Heidelbeeren, Blaubeeren
  • Grün: Lorbeerblätter, Petersilie, Brennnesseln
  • Braun: Kaffeesatz, schwarzer Tee

Und so wird´s gemacht:

Die zerkleinerten Pflanzenteile werden mit ca. 0,5 Liter Wasser mehrere Stunden eingeweicht und dann zu einem Sud verkocht. Je konzentrierter der Sud, desto stärker die Farbwirkung. (Nur wenige Lorbeerblätter oder der Kaffeesatz von 1-mal Kaffeekochen reichen zum Färben z.B. nicht aus.)

Die Eier 10 Minuten in dem Sud hart kochen. Dann mit kaltem Wasser abschrecken. Sollten sie noch zu blass sein, können sie noch eine halbe Stunde im abkühlenden Sud liegen bleiben.

Ein Zusatz von Alaun intensiviert die Farbe; ein mit gekochter Eisennagel lässt die Farbe dunkler werden. Etwas Pottasche im Farbsud hilft, damit die Farbe vom Ei angenommen wird.  

Einen marmorierten Effekt kann man erzielen, wenn man die Eier vor dem Färben in einen Damenstrumpf steckt.

 

Quellen: BUND, Stadt Wiesbaden